
Ein Doppelfalz ist eine sehr präzise mechanische Verbindung, die durch das Ineinandergreifen der Ränder eines Dosenkörpers und eines Deckels während des Verschließvorgangs entsteht. Im Gegensatz zum Heißsiegeln bei Kunststoffbehältern oder dem Reibschluss eines Schnappverschlusses beruht der Doppelfalz auf der irreversiblen Verformung von Metallschichten, die eine physikalische Barriere bilden.
Man muss die Nahtgeometrie beherrschen, um eine automatische Verschließanlage zu steuern. Jeder Aspekt einer Doppelnaht sagt etwas über die Kalibrierung der Maschine und die Leistung des Materials aus.
Körperhaken: Dies ist der Teil des Dosenflansches, der beim Falzvorgang nach unten gefaltet wird. Der Körperhaken sollte lang genug sein, um eine Überlappung zu ermöglichen, aber nicht zu lang, um ein Ausbeulen der Struktur zu verursachen.
Deckelhaken (Endhaken): Dies ist der Teil des Dosendeckels (die "Locke"), der hochgeklappt und hinter den Körperhaken gefaltet wird. Ein langer Deckelhaken greift tiefer in den Falz ein und dient als innere Abdichtung.
Überschneidung: Dies ist wahrscheinlich das wichtigste Maß bei der Nahtanalyse. Der physische Abstand, in dem der Deckhaken und der Körperhaken ineinander greifen, wird als physischer Abstand bezeichnet. Ohne ausreichende Überlappung fehlt der Naht die strukturelle Integrität.
Dicke der Naht: Dies ist die Gesamtbreite der fertigen Doppelnaht, d. h. die Breite aller fünf Metallschichten (drei Schichten des Deckels und zwei Schichten des Gehäuses). Die übermäßige Dicke ist in der Regel ein Zeichen für eine lockere Rolle im zweiten Arbeitsgang.
Seam Breite (Länge/Höhe): Dies ist die größte Abmessung der Naht in Richtung der vertikalen Achse der Dose. Schwankungen in der Breite können auf Probleme bei der Walzenausrichtung oder auf Verschleiß des Spannfutters hinweisen.
Dichtungsmasse: Dabei handelt es sich um eine spezielle, widerstandsfähige Beschichtung, in der Regel ein synthetischer Kautschuk oder ein Polymer, die auf die Aufrollung des Dosendeckels aufgetragen wird, bevor dieser die Verschließmaschine erreicht. Unter dem hohen Druck der VerschließvorgangDiese Verbindung wird unter dem hohen Druck des zweiten Arbeitsgangs in die mikroskopisch kleinen Hohlräume zwischen den Metallhaken gepresst und sorgt für einen gasdichten Verschluss.
| Technologie | Mechanismus | Primärmaterialien | Hauptnachteil |
|---|---|---|---|
| Doppelnaht | Mechanische Verriegelung | Zinn, Aluminium, PET | Erfordert eine präzise mechanische Kalibrierung. |
| Heißsiegeln | Thermische Fusion | Kunststoffbehälter, Laminate | Anfällig für "Durchbrennen" oder schwache Verbindungen. |
| Induktionsversiegelung | Elektromagnetische Heizung | Folienträger auf Kunststoff/Glas | Funktioniert nur bei Nicht-Metallbehältern. |
| Ultraschallversiegelung | Molekulare Vibration | Thermoplaste, Verbundwerkstoffe | Hohe Ausrüstungskosten; auf bestimmte Materialien beschränkt. |
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